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SAARLAND
ARTENREICH

Neue Lebensräume für gefährdete
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August 2012


„Die B269neu ist ein Meilenstein für eine erfolgreiche Zukunft unseres Landes“

Überherrner atmen auf, Franzosen freuen sich

Durch den Neubau der grenzüberschreitenden Straßenverbindung der B 269neu von der A 620 bei Saarlouis-Lisdorf zur Bundesgrenze und weiter über die Ortsumgehung Creutzwald im Zuge der Route National RN 33 in Richtung St. Avold wird das deutsche und französische Autobahnnetz nunmehr durch eine leistungsfähige direkte Streckenführung miteinander verbunden.

Gemeinsam mit Dr. Andreas Scheuer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, hat der saarländische Wirtschafts- und Verkehrsminister Heiko Maas heute bei einer Feierstunde das Neubauprojekt für den Verkehr frei gegeben. Maas: „Die B269neu ist ein Meilenstein für eine erfolgreiche Zukunft unseres Landes. Eine moderne Verkehrsinfrastruktur ist eine wichtige Lebensader für unser Land, sie sichert Wachstum und Beschäftigung.“

Die internationale Verknüpfung des Straßennetzes bietet auch wirtschaftliche Perspektiven. Im Zuge der B 269neu und RN 33 als überregionale Verbindungsstraße werden die regionalen Wirtschaftszentren Saarlouis/Dillingen auf saarländischer Seite und St. Avold/Carling auf lothringischer Seite erschlossen. Nicht nur für europäische Logistikunternehmen gewinnt die Region zusätzlich an Attraktivität. Der Neubau stärkt den Wirtschaftsstandort Saarland durch eine schnellere Verkehrsanbindung für potentielle und bereits realisierte Ansiedlungen von Unternehmen im Umfeld des neu geschaffenen Streckenzuges.

Maas: „Die zentrale Lage des Saarlandes im Herzen Europas erfordert in besonderem Maße auch die Bereitstellung eines modernen und leistungsfähigen Straßenverkehrsnetzes.“

Neben der wirtschaftlichen Wirkung führt die Fertigstellung der B 269neu zu einer erheblichen Verbesserung der verkehrlichen und städtebaulichen Situation in der Region Saarlouis/Überherrn.

Die Ortsdurchfahrten von Überherrn, Bisten, Altforweiler, Neuforweiler und Picard werden spürbar entlastet – insbesondere vom Schwerlastverkehr -, so dass in den Gemeinden wieder eine städtebauliche Entwicklung eingeleitet werden kann. Die aktuellen Zahlen belegen, dass bereits vor dem Lückenschluss der B 269neu in der Bistaue die fertigen Teilabschnitte der neuen Bundesstraße gut angenommen werden.

Nach der heutigen Gesamtfertigstellung der B 269neu wird eine Halbierung des Verkehrs im Zuge der Landstraße 167 prognostiziert. Darüber hinaus wird die Lärm- und Schadstoffbelastung im Bereich der Ortsdurchfahrten entscheidend reduziert. Dadurch steigt die Lebens- und Wohnqualität für die Anwohner und die Verkehrssicherheit wird verbessert.

Im Anschluss an die rund 2 Kilometer lange Querspange Ensdorf, die zusammen mit der Anschlussstelle (AS) Ensdorf und der Begradigung der bestehenden A 620 am 11.12.2008 dem Verkehr freigegeben wurde, beginnt in direktem örtlichen Zusammenhang die Weiterführung der B 269neu an der AS Ensdorf und endet an der Bundesgrenze D/F unmittelbar am Beginn der französischen Neubaustrecke der Route National RN 33, Ortsumgehung Creutzwald.
Zwischenzeitlich wurden bereits zwei Teilabschnitte der B 269neu für den Verkehr freigegeben: Anbindung des Gewerbegebietes Häsfeld an die A 620 sowie Anbindung der RN 33, Umgehung Creutzwald an die B 269neu.


Hintergrund:

Daten zur Gesamtbaumaßnahme

  • Bauherr: Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
  • Auftragsverwaltung: Saarland, vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
  • Planung und Baudurchführung: Landesbetrieb für Straßenbau
  • Planfeststellungsbeschluss: 22. April 2002 (Ergänzungsbeschluss für den Bereich der Bistaue vom 02.11.2009)
  • Baubeginn: 26. August 2004
  • Länge der Neubaustrecke: rund 9,0 Kilometer
  • Gesamtkosten: rund 50 Mio Euro